Arthrose-Checkliste


Wollen Sie sicher gehen, dass Ihre Katze keine Arthrose hat? Mit der folgenden Checkliste können Sie mehr Gewissheit erhalten: Fragebogen für Ihren Tierarzt. Bringen Sie die ausgedruckte Liste bei Ihrem nächsten Besuch bei uns gleich mit.



chronische Gelenkserkrankung (=Arthrose) bei der Katze


Es fasziniert immer wieder wie beweglich Katzen sind und mit welchem Geschick sie sich bewegen. Mühelos schlendern sie über schmale Gartenzäune als wären sie auf einem Sonntagsspaziergang, nur schon wenn sie sich genüsslich auf dem Boden wälzen und uns auffordern den Bauch zu kraulen, sieht man wie Beweglich ihr Skelett ist. Und wo findet diese Bewegung statt? In den Gelenken! Es liegt auf der Hand, dass genau dies der Schwachpunkt im Körper einer Katze sein muss. Wie häufig dieser Schwachpunkt aber tatsächlich Probleme macht überrascht dann doch:


Ein Drittel aller Katzen über 6.5 Jahren haben in mindestens einem Gelenk Schmerzen, bei den 12 jährigen sind es bereits 90%!!! Häufig fällt es dem Besitzer auch gar nicht auf. Beim Hund wäre es ja ganz einfach, dass Problem festzustellen: er hinkt beim Spaziergang auf dem entsprechenden Bein. Katzen dagegen zeigen eher einen etwas steifen Gang. Ist die Katze ohnehin schon etwas älter, schreibt man dies nicht Schmerzen zu sondern dem Alter. Springt sie nicht mehr auf das Fenstersims, wird dies eher zunehmender Bequemlichkeit im Alter zugeschrieben, als dem Versuch, zusätzliche Schmerzen zu vermeiden.


"Lifestyle" Veränderungen der Katze sind, wenn äussere Ursachen ausgeschlossen werden konnten, ein Zeichen für Schmerzen! Schläft und döst ihr Büsi häufiger als früher? Hat sie andere Lieblingsplätze und Liegeflächen die weniger hoch sind oder einfacher zu erreichen sind? Putzt sie sich noch regelmässig, auch an den schwerzugänglichen Stellen im hinteren Teil des Rückens und miaut nicht wenn man sie hochhebt? Lässt sie sich vielleicht nicht mehr gerne Streicheln oder verkriecht sich? Die Anzeichen können ganz subtil sein. Denn Katzen passen ihre Lebensweis einfach der veränderten Situation an! Sie bewegen sich weniger, vermeiden Treppen und hohe Sprünge und schlafen mehr. Sie wetzen ihre Krallen seltener und vernachlässigen die Körperpflege, manchmal verändert sich sogar ihr Kot- und Harnabsatzverhalten, wenn zum Beispiel dass Kistchen einen zu hohen Rand hat oder im oberen/unteren Stockwerk ist.


Mit dem Schmerz beginnt der Teufelskreis. Bei einer akuten Entzündung macht es durchaus Sinn, die betroffene Stelle eine Zeit zu schonen, damit es schneller heilt, bei chronischen Gelenkserkrankungen braucht es aber Bewegung. Denn die Gelenkschmiere wird nur gebildet wenn das Gelenk bewegt wird, ohne diese Schmiere reibt Gelenksknorpel auf Gelenksknorpel und die Zerstörung schreitet voran. Schmerz ist ausserdem Stress für Körper und Seele der weitere gesundheitliche Auswirkungen haben kann auf Herz, Kreislauf, Atmung und Immunsystem. Leider sind wir noch nicht in der Lage chronische Gelenksschäden zu heilen. Bereits entstandener Schaden kann nicht Rückgängig gemacht werden, mit der richtigen Therapie kann aber das vorschreiten der Krankheit deutlich verlangsamt werden durch Gelenkschutzpräparate und die Schmerzen mit einem geeigneten Schmerzmittel gemildert werden.


Neben der Gabe von Medikamenten, können sie das Leben ihrer Katze weiter erleichtern. Einerseits wortwörtlich, sorgen sie dafür, dass ihr übergewichtiger Stubentiger leichter wird. Diät und Bewegung, denn jedes unnötige Gramm drückt schädigt den Bewegungsapparat zusätzlich. Während Sprünge vermieden werden sollten ist jede andere Form der Bewegung nur von Vorteil. Sollte ihre Katze nicht gerne Spielen, können sie das Trockenfutter in kleinen Portionen in der Wohnung verstecken oder einzelne Bröckchen werfen, die die Katze "jagen" muss. Auch bei der täglichen Fellpflege können sie mit Putzhandschuh oder Bürste mithelfen. Selbst mit Kuscheln und Streicheln helfen sie ihrer Katze, denn sanftes Streicheln und leichte Massagen wirken entspannend und Entspannung reduziert nachweislich den Schmerz.


Bei Unsicherheiten beraten wir sie gerne.


A. Winterberger und Team