Warum ausgerechnet die sonst so robusten Meerschweinchen zusätzliches Vitamin C kriegen müssen.


Sie können es nicht selber herstellen! Wie auch der Mensch, müssen sie es täglich mit der Nahrung aufnehme. Am besten auf mehrere Portionen über den Tag verteilt. Im Sommer mit frischem Gras und Gemüse- oder Obstleckereien wird meist genügend Vitamin C aufgenommen. Im Winter sollte man aber spezielle Zusätze verwenden, die ins Trinkwasser oder übers Futter getropft werden. Beides können sie ohne Voranmeldung bei uns in der Praxis beziehen. Natürlich enthalten auch die Küchenkräuter auf dem Fenstersims - wie zum Beispiel die Petersilie - viele Vitamine, aber wegen dem hohen Calcium und Phosphorgehalt, können sie in grossen Mengen Harnsteine verursachen.


Eine Mangelsituation sieht man den Tierchen zu Beginn meist nicht an, sie werden aber anfälliger für sämtliche Infektionskrankheiten, da ihr Immunsystem geschwächt ist. Hält die Fehlernährung über längere Zeit an, kann es zu Hautveränderungen oder sogar zu Lähmungserscheinungen kommen.


Übrigens, hartes Brot macht Meerschweinchen nur dick. Für den Abrieb der Zähne geben sie ihnen lieber Haselnuss- und Apfelzweige in den Käfig, da sind sie erst noch viel länger beschäftigt mit knabbern.


Weitere spannende Infos über Meerschweinchen finden sie im Buch (ISBN 978-3952266106) von Ruth Morgenegg mit dem Titel: «Artgerechte Haltung – ein Grundrecht auch für Meerschweinchen»


Bis bald Anita Winterberger und Team