Die Adventszeit bedeutet für unsere Haustiere Stress, erhöhte Verletzungs- und Vergiftungsgefahr!


Nebst dem üblichen Weihnachtsstress, stehen Tierhalter vor einer zusätzlichen Herausforderung. Jedes Jahr kommt es zu tragischen Unfällen: Schnitte, Verbrennungen und Vergiftungen lauern in Küche, rund um den Weihnachtsbaum und überall wo dekoriert wurde. Wellensittiche niemals freifliegen lassen wenn Kerzen brennen, besser kein Lametta verwenden wenn Katzen im Haushalt leben und Christbaumkugeln so hoch aufhängen, dass der Hund nicht ran kommt. Der Christbaum selbst muss besonders gut fixiert werden, denn im umgefallenen Zustand kommen die „Spielbälle“ plötzlich in beissweite… es gib böse Schnittverletzungen im Maul und so ganz sicher, dass nicht doch eine Scherbe verschluckt wurde ist man doch nie. Nicht auszudenken welche Folgen solch ein Glassplitter im Magen-Darm-Trakt anrichten kann. Wie man Todesfälle verhindert? Christbaum mit Laufgatter absichern und statt echter Kerzen nur LED-Lämpchen (Es gibt inzwischen LED-Kerzen die verblüffend echt flackern) verwenden.


Bei dieser Gelegenheit möchte ich daran erinnern, dass Schokolade für unsere lieben Vierbeiner giftig ist. Katzen verfügen über keine „Süsssensoren“ und bedienen sich in der Regel nicht an Süssigkeiten, Hunde kommen aber sehr wohl in Versuchung. Je dunkler die Schokolade umso mehr Theobromin enthält sie. Der Verzehr von 100mg/kg Theobromin kann für Hunde bereits tödlich sein. Eine 100 Gramm Tafel Milchschokolade enthält 200 mg und reicht um einen 2 kg schweren Chihuahua umzubringen. Eine Tafel Kochschokolade enthält 1‘500mg und wird einer 15 kg schweren französischen Bulldogge gefährlich. Die dunkle Schokolade (90%) enthält noch mehr Theobromin, nämlich 2‘600 mg und kann den Herzstillstand eines 26kg schweren Sennenhundes verursachen. Leider wird der Stoff auch noch sehr langsam ausgeschieden, so dass sich der Verzehr über längere Zeit aufaddiert. Der Schokoladengipfel vor 2 Wochen, die Pralinen von letztem Sonntag und jetzt auch noch die Sachertorte... Wird der Diebstahl sofort bemerkt, umgehend einen Tierarzt benachrichtigen, dieser kann den Hund zum Erbrechen bringen und die Gefahr ist gebannt.


Und weil unsere lieben Vierbeiner immer häufiger auch Weihnachtsgeschenke kriegen, ein Tipp wo die gebrauchten Gegenstände mehr Sinn machen als im eigenen Keller:


«Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz sammelt alles, was noch brauchbar ist, aber nicht mehr benötigt wird: Schlaf- und Transportkörbe, Näpfe, Tücher, Halsbänder, Leinen, Spielzeug, Kämme, Pferdedecken, Halfter, Tierfutter usw. werden von der Tierschutzstiftung entgegengenommen, sortiert, desinfiziert und gezielt an bedürftige Tierschutzprojekte im In- und Ausland weiter gegeben. Die hilfreichen Gegenstände können per Post geschickt oder nach telefonischer Voranmeldung an dieser Adresse abgegeben werden: Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz, Weisslingerstrasse 1, 8483 Kollbrunn (Voranmeldung: Tel. 052 202 69 69).»


A. Winterberger und Team